Das Schulprogramm:

 
 
 

Werteerziehung:


Alle im Folgenden genannten Aspekte gelten für den Unterricht ebenso wie für den Ganztag:

  • Die goldene Regel "Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest" bildet an unserer Schule den Kern der Werteerziehung und bringt alle Regeln der Schule auf den Punkt. Jedes Kind begegnet im Laufe seiner Schullaufbahn dieser Regel so regelmäßig, dass diese hinterher für die Kinder zu einer Selbstverständlichkeit wird.
  • Für unser Zusammenleben haben wir gemeinsame Schul- und Klassenregeln erarbeitet.
  • Durch Klassennamen und Klassenrituale fördern wir die Identifikation der Kinder mit einer Gemeinschaft. Jedes Kind erhält die Botschaft, dass es ein wichtiger Teil dieser Gemeinschaft ist und auf seine Art einen Beitrag zu dieser leistet.
  • Da wir eine katholische Grundschule sind, ist es uns wichtig, Kindern die christlichen Werte nahezubringen. In allen Schuljahren wird Religionsunterricht erteilt. Darüber hinaus sind alle Kinder eingeladen, sowohl den katholischen als auch den evangelischen Gottesdienst zu besuchen. Zu besonderen Anlässen und Festen nehmen wir gemeinsam an einem ökumenischen Gottesdienst teil.
  • Im Rahmen des Gewaltpräventionskurses "Gewaltfrei lernen", welches im Schuljahr 2012/ 13 in unserer Schule eingeführt wurde, lernen die Kinder Meinungsverschiedenheiten zu akzeptieren und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Hierbei legen wir Wert darauf, dass die Kinder möglichst früh lernen, Probleme in Selbstverantwortung zu klären indem sie klare Regeln und Rituale anwenden.
  • Innerhalb des Klassenverbandes dienen die Organisationsformen Klassenrat und die Klassensprecher dazu, Bedürfnisse und Anliegen zur Sprache zu bringen sowie Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.
  • Die Kinder übernehmen kleinen Aufgaben und Dienste (z.B. Tafeldienste, Blumendienste, Hofdienst usw). und tragen so Verantwortung für ihre Klasse und Schule.
  • Der sorgsame Umgang mit Materialien spielt auch eine Rolle in der Werteerziehung unserer Schule. Themen des Sachunterrichts (Umwelterziehung,…), die Besuche außerschulischer Lernorte (z:B. Baykom, Klärwerk, Villa Öki,…) sowie die tägliche Mülltrennung und Müllvermeidung unterstützen den Gedanken, bewusst und sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen.
  • Durch die Öffnung von Unterricht wird es auch beim alltäglichen Lernen zur selbstverständlichen Aufgabe, eigenverantwortlich zu handeln. Wochenpläne, Lernwerkstätten und die Freiarbeit ermöglichen es den Kindern ihre Zeit selbst einzuteilen und ihren Fähigkeiten entsprechend zu nutzen.
  • Durch die zunehmend geforderte Selbsteinschätzung bezüglich verschiedener Leistungen, lernen die Kinder auch in diesem Bereich Selbstverantwortung zu übernehmen.
  • Durch den Ganztag erleben die Klassen sich als Gemeinschaft, die miteinander lernt, spielt, lebt und gemeinsam ihre Mahlzeiten einnimmt. Dabei achten wir darauf, dass Essensregeln eingehalten werden.
  • Um das Gemeinschaftsgefühl als Schule zu stärken, gibt es verschiedenste Veranstaltungen im Jahreskreis, die von Kindern für Kinder durchgeführt werden. Regelmäßige Schulfeiern, bei denen alle Kinder etwas aufführen und zum Teil auch selbst die Moderation übernehmen, gehören hierzu.
  • Sponsorenläufe, der Verkauf von Martinslosen, gemeinsame Karnevalsaktivitäten sowie Projektwochen und Schulfeste stärken das Gemeinschaftsgefühl. Mit dem Erlös kann der Förderverein Unterrichtsmaterialien und Spielgeräte finanzieren.
  • Seit nunmehr zwei Jahren setzt sich das Gesamtkollegium intensiv mit dem Thema "Werteerziehung" auf Basis des Indexes für Inklusion auseinander. Die Montagsstiftung hat hierzu eine Reihe von Konferenzen moderiert
    • Diese genannten Aufgaben sind anspruchsvolle Lernprozesse,
      an denen alle an Schule Beteiligte Personen
      (Kollegium & Eltern & Schüler & Ganztag) mitarbeiten.
      Es handelt sich dabei um einen andauernden Lernprozess.

 
 

Förderung aller Schüler:


  • Jede Unterrichtsstunde ist eine Förderstunde
  • Öffnung von Unterricht
  • Auswahl der Lernmaterialien
  • Schulbücher werden auf das Kriterium der selbstständigen Arbeitsmöglichkeiten hin geprüft
  • Methodenvielfalt: Projekte, Werkstattarbeit, Wochenpläne, Stationen, frontale Unterrichtsphasen
  • Lern- und Freiarbeitsmaterialien zur individuellen Weiterarbeit in allen Klassen
  • Ausstattung aller Klassen mit Medienecken
    Computerprogramme zur individuellen Förderung: Antolin /Lernwerkstatt /Schreibprogramme
  • Klassenbüchereien für freie Lesezeiten
  • Schulbücherei; Möglichkeit wöchentlicher Ausleihe

      • Inanspruchnahme der Fachberatungen
      • Monatliche Besuche /Hospitationen durch den schulpsychologischen Dienst
      • regelmäßige Gespräche mit Eltern

 
 

Förderung der Schulneulinge:


  • Grundlegende Beobachtungen (Lehrer / Ganztagsbetreuung):
    um Stärken und Schwächen der Kinder wahrzunehmen: sozial /emotional / körperlich / motorisch / Wahrnehmung / elementares Wissen / fachliche Kompetenzen
  • Doppelbesetzungsstunden:
    um durch Kleingruppen- oder Einzelarbeit verschiedenste Eindrücke zu spezifizieren und aufkeimende Probleme diagnostizieren zu können.
  • Organisation des Lernens:
    (verstärkt in Klasse 1, wird in allen Jahrgängen fortgesetzt)
    • Stärkung des Selbstvertrauens
    • Grundlegende Lerntechniken werden Schritt für Schritt geübt
    • Hilfe zur Selbsthilfe
 
 

Hausaufgabenbetreuung:


  • Die Hausaufgabenzeiten für die Kinder der 1. und 2. Klassen beträgt 30 Minuten und für die Kinder der 3.und 4. Klassen 60 Minuten. In begründeten Ausnahme- und Einzelfällen kann diese Zeit variieren.
  • Die Kinder der 1./2. Schuljahre werden bei der Hausaufgabenbetreuung stärker unterstützt und begleitet. Von den Kindern der 3./4. Schuljahre wird zunehmend Eigenverantwortung gefordert.
  • Eltern und Lehrer schauen sich regelmäßig den Hausaufgabenzettel an. Beide Seiten erhalten so die Rückmeldung, wie das Kind während der Hausaufgabenzeiten gearbeitet hat. Es ist wichtig, dass Schule und Elternhaus dem Kind vermitteln, diese Zeit in der Schule intensiv als Hausaufgabenzeit zu nutzen.
  • Es geht bei den Hausaufgaben nicht darum, dass alle Übungen fehlerfrei sind. Das ist nicht der Anspruch des Kollegiums! Die Hausaufgaben sind zum Üben und Vertiefen des Lernstoffs da. Es besteht deshalb im Rahmen der Betreuung weder die Absicht noch die Möglichkeit, alle Aufgaben aller Kinder zu kontrollieren und ggf. zu verbessern. Die Betreuungspersonen signalisieren durch ihr Kürzel, dass Sie das Ergebnis zur Kenntnis genommen haben und weisen die Kinder ggf. auf Auffälligkeiten hin und notieren diese auf dem entsprechenden Zettel.
  • Gibt es Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben, sind die Klassenlehrer die Ansprechpersonen.
  • Loben Sie ihr Kind für gemachte Hausaufgaben. Viel Kritik wirkt sich demotivierend aus.

 

Religionsunterricht:


Wir sind eine katholische Grundschule und unterrichten seit dem Bestehen (weit über 120 Jahre) katholische Religion. Der größte Teil unserer Schülerschaft ist katholisch. Aber auch evangelische, muslimische und nicht getaufte Kinder besuchen unsere Schule. Jede Glaubensrichtung ist bei uns willkommen.

Unserem Religionsunterricht liegt eine tolerante und akzeptierende Haltung verschiedenster Ansichten und Glaubensvorstellungen zu Grunde.
Die Teilnahme am katholischen Religionsunterricht ist an unserer Schule verpflichtend. Die Themen, die im Religionsunterricht angesprochen werden, sind vielfältig und sollen die Kinder dazu befähigen, verschiedene religiöse Handlungsmuster kennen zu lernen und im heutigen Kontext zu reflektieren.


 
 

Schulgottesdienste:


Wir sind als Schule stark ins Stadtviertelleben integriert und arbeiten eng mit der katholischen und evangelischen Pfarrei zusammen. Die Kinder unserer Schule erleben im Laufe des Schuljahres regelmäßig katholische, evangelische und ökumenisch gestaltete Gottesdienste.
Die Themenauswahl der katholischen Schulgottesdienste erfolgt in Absprache mit dem Pfarrer.

Sollten Sie sich aus religiöser Überzeugung gegen den Besuch Ihres Kindes an dem katholischen oder evangelischen Gottesdienst entscheiden, ist dieses der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer zu jedem Schuljahr schriftlich mitzuteilen.


 
 

Regelung der Schulgottesdienste:


Katholische Messe:

Die Kinder besuchen den Schulgottesdienst etwa einmal im Monat mit ihrer Klasse und der Parallelklasse, weil
  • so besser auf einzelne Schuljahre / Anliegen / Bedürfnisse eingegangen werden kann.
  • eine thematische Verknüpfung zwischen Religionsunterricht und Schulgottesdienst möglich wird.
Sowohl für den katholischen als auch evangelischen Schulgottesdienst gilt:
  • Es fällt - trotz Gottesdienstbesuch - kein Unterricht aus. In den Wochen, in denen der Jahrgang keine Messe besucht, kommt diesen Klassen eine zusätzliche Unterrichtsstunde zu Gute.
  • Die Kinder der Klassenstufe, die während der Gottesdienstzeit in der Schule sind, werden betreut und nicht unterrichtet.
  • Die Aufsicht in der Kirche und auf dem Weg zur Kirche obliegt der Schule.
Für den Evangelischen Schulgottesdienst gilt:
  • Wir unterstützen den Gedanken der Ökumene und befürworten es, der Einladung zum evangelischen Gottesdienst einmal im Monat zu folgen.
Auch die Eltern sind herzlich eingeladen, an den Gottesdiensten teilzunehmen.


    Die aktuellen Messezeiten der KGS Diependahlstr.
    können Sie unter dem Bereich Schulleben einsehen



 

Schulfeiern:


  • Wir gestalten gemeinsam mit allen Kindern und LehrerInnen der Schule eine kleine gemeinsame Feier von und für Kinder.
  • Wir singen gemeinsam einige Lieder, die der Jahreszeit oder anstehenden Feierlichkeiten entsprechen. Kinder einzelner Klassen präsentieren kleine Aufführungen, die aus dem Unterricht erwachsen: Gedichte, Tänze, Lieder in Szene gesetzt, Lieder mit melodischer oder rhythmischer Begleitung, kleine Theaterszenen und vieles mehr.
  • Regelmäßige Feiern finden jeweils am letzten Schultag vor allen Ferien sowie vor Sankt Martin und zu Karneval statt.
  • Die Feiern beginnen jeweils nach der Frühstückspause um 10.30 Uhr.
  • Abhängig vom Wetter ist, ob dieses Treffen auf dem Schulhof oder in der Mehrzweckhalle stattfindet.
  • In der Mehrzweckhalle ziehen alle Kinder ihre Schuhe aus.
  • Das Programm sieht vor, dass möglichst jede Klasse mit einem kleinen Beitrag von ca. 5 - 8 Minuten vertreten ist. Wir wollen kleine Einblicke in unterrichtliche Arbeit ermöglichen, die vor einem interessierten Publikum seine Würdigung findet.
  • Einzelne Klassen übernehmen die Moderation und bereiten diese auch selbstständig vor.
  • Die Eltern melden großes Interesse einer Teilnahme bei diesen Feiern an. Nach verschiedensten Versuchen entschied die Konferenz, dass wir eine Feier im Schuljahr für die Eltern öffnen und Ihnen dann Sitzgelegenheiten zur Verfügung stellen. Ansonsten ist es eine Feier von und für Kinder.
  • Bilder vergangener Schulfeiern finden Sie hier

 

Die Bücherei:


Um die Lesemotivation und das Lesen der Kinder zu fördern, wurde in der KGS Diependahlstr. eine Schulbücherei eingerichtet. Die Bücherei beinhaltet derzeit rund 400 Bücher, die neu gekauft oder gespendet wurden. Die Bücher stehen nicht, wie häufig in Büchereien, mit dem Buchrücken zum Leser sondern sind in verschiedenen Themenkisten mit dem Cover zum Leser eingeordnet. Dies motiviert die Kinder, denn sie können direkt in den Kisten zu ihren Lieblingskisten stöbern.

Die Bücher sind katalogisiert, jedes Buch hat eine Nummer erhalten und in der Bücherei gibt es eine Liste, in der jedes Buch registriert ist. Die Nummern wurden gemeinsam mit dem Titel, Autor und Verlag des Buches in einer Liste registriert, so dass man die ausgeliehenen Bücher wieder finden kann und bei Verlust oder Beschädigung die Neuanschaffung jener Bücher veranlassen kann. Nicht nur jedes Buch hat eine Nummer, auch jedes Kind der Schule besitzt eine Karteikarte, die in einem Karteikasten nach Klassen und in den Klassen alphabetisch geordnet ist.

Die Ausleihe wird von hilfsbereiten Müttern öder Vätern betreut. Jede Klasse hat einmal wöchentlich eine eigene Büchereistunde, in der sie sich mit den betreuenden Eltern in der Bücherei aufhält. Die Stunde soll nicht nur zum Bücherausleihen, sondern vor allem zum Lesen genutzt werden. Die Kinder kommen in kleinen Gruppen in die Bücherei und können dort stöbern und lesen, während die anderen Kinder in der Schulklasse die Möglichkeit zum freien Lesen erhalten.


In der Bücherei gelten während der Ausleihzeit folgende - mit den Kindern erarbeitete - Regeln:
  • Ruhig und leise sein
  • Nicht durch den Raum laufen
  • Bücherkisten wieder zurückstellen
  • Bücher, die man nicht ausleihen möchte, wieder in die richtige Kiste zurücklegen
  • Bücher ordentlich behandeln
Für die Ausleihe gelten folgende Regeln:
  • Die Bücher müssen spätestens nach zwei Wochen wieder zurückgegeben werden
  • Die Bücher werden sorgsam und ordentlich behandelt

Werden Bücher nicht rechtzeitig zurückgegeben, erhält das Kind eine Rückgabeerinnerung durch die Klassenlehrerin, in der darauf hingewiesen wird, dass das Buch zum nächstmöglichen Zeitpunkt zurück gegeben werden muss. Dieser Erinnerung muss von einem Elternteil unterschrieben werden und gemeinsam mit dem Buch abgegeben werden.
Maßnahmen, bei Nichtrückgabe (z.B. Ausleihstopp für zwei Wochen) sind noch in Überlegung und werden noch nicht angewandt.


 
 

Leseclub:


Im Schuljahr 2016/2017 gründete unsere Schule den Leseclub, gefördert durch die Stiftung Lesen aus Mitteln des Programms "Kultur macht stark- Bündnisse für Bildung!" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Unsere offiziellen Paten sind der Musiker Wolf Simon und die Firma "Assella", vertreten durch Herrn Schölzel.

Am 08. Juni 2017 war es endlich soweit; der Leseclub der KGS Diependahlstraße wurde feierlich eröffnet. Nach dem Singen unseres Schulliedes und der Begrüßung der offiziellen Gäste, Herrn Schölzel und Herrn Brodeßer, wurden die Räume des Leseclubs gemeinsam mit einigen Kindern und Eltern der Schule eröffnet.
Eine Lesung zum Bilderbuch "Monster- Besuch!" stimmte die Kinder und Gäste auf viele spannende zukünftige Stunden im Leseclub ein. Eine anschließende Bastelaktion und das Leseclub Café rundeten die Eröffnung stimmungsvoll ab.
Unser Leseclub-Maskottchen, die Leseratte Otilie, durfte natürlich nicht fehlen und begleitet uns seit ihrem Einzug in die Schule in jeder Leseclub-Stunde mit neuen Ideen und vielen tollen Büchern.

Die Kinder unserer Schule haben inzwischen die Möglichkeit, mehrmals wöchentlich den Leseclub zu besuchen. Mit großer Freude wird in den Lesezeiten in Ruhe geschmökert und immer wieder Neues entdeckt. Das riesige Angebot an neuen Büchern verschiedenster Themen locken wöchentlich viele Besucher in den Leseclub. Neben den freien Lesezeiten gibt es spannende Aktionen und Projekte zu einem bestimmten Thema, z.B. "Tiere aus aller Welt", "Bilderbücher", "Comics",…, welche über einen längeren Zeitraum und jahrgangsübergreifend stattfinden.

Wir freuen uns sehr, dass das Interesse der Kinder am Leseclub so groß ist und wir gemeinsam den Spaß am Lesen entdecken und ausbauen können!


 
 

Konzept der "Bläserklasse":


Seit September 2008 bietet die KGS Diependahlstr. den Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klasse die Möglichkeit, im Rahmen einer Bläserklassen-AG ein Instrument zu erlernen. Das Projekt wird in enger Kooperation mit der Stadtkapelle Köln durchgeführt. Zurzeit werden in den Bläserklassen Trompeten, Klarinetten und Euphonien eingesetzt. Langfristig wäre auch der Einsatz von Querflöten, Saxophonen und Posaunen denkbar.

Die Bläserklasse ist ein Klassenmusizierkurs. Das Erfolgsrezept ist für die Schüler ganz einfach: In der Gemeinschaft einer Klasse erlernen die Kinder "ihr" Instrument unter Anleitung eines qualifizierten Bläserklassenleiters der Stadtkapelle. Hinzu kommt ein Unterricht in Registergruppen, ebenfalls betreut von qualifizierten und äußerst erfahrenen Musikern der Stadtkapelle. In der Bläserklasse übernimmt jedes Kind die Verantwortung für sein Instrument, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die nötige Disziplin ergibt sich dabei ganz von allein aus der Sache heraus; die Verantwortung für ein Orchesterinstrument lässt ein Gefühl für Werte entstehen. Die Eltern können bei Konzerten und Auftritten die neu erlernten Fähigkeiten ihrer Kinder bewundern und so Schritt für Schritt erleben, was sie in der Bläserklasse lernen. Die Bläserklasse ist auf zwei Jahre angelegt, beginnend im dritten Schuljahr.

Das musikalische Vorbild der Bläserklasse ist das symphonische Blasorchester. Daher ist die Bläserklasse ein langfristig angelegtes musikpädagogisches Konzept auf der Basis der symphonischen Besetzung. Dabei sind Holz- und Blechblasinstrumente in einem ausgewogenen, optimalen Verhältnis vertreten. Wesentlich ist, dass mithilfe der qualifizierten Instrumentalausbilder und durch ein demokratisches Wahlverfahren der Instrumentenwunsch der Kinder angemessen berücksichtigt und die symphonische Besetzung bewahrt bleibt.

Lernen, üben, proben und mit gemeinsamen Auftritten Erfolg haben: Das ist der Kreislauf der Motivation. Dank der speziellen Arrangements für die Bläserklasse können Stücke aus allen musikalischen Stilrichtungen - von Pop bis Klassik - gespielt werden. Die Gemeinschaft in der Bläserklasse schafft ein Klima der sozialen Toleranz. Dabei ist für die Kinder ein wichtiger Schritt, dass sich durch die öffentlichen Auftritte mit der Bläserklasse der Schulalltag öffnet und die Kinder ganz neue Erfahrungen auf der Bühne machen. Wer in der Gemeinschaft lernt, lernt durchzuhalten, denn: Jeder wird gebraucht. daher ist die Bläserklasse eine sinnvolle Investition - vor allem in die Entwicklung der Kinder.

Die Bläserklasse Die Bläserklasse



 

Gender Mainstream:


Gender Mainstreaming bedeutet, dass im Unterrichtsalltag die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Jungen und Mädchen ihre besondere Berücksichtigung finden, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.

Im Ganztag gibt es verschiedene Angebote für Jungen und für Mädchen. Darüber hinaus gibt Arbeitsgemeinschaften die ausschließlich für Jungen bzw. für Mädchen sind. Zudem beinhaltet das Spiel- und Raumangebot auch verschiedenste Möglichkeiten, die oft vorwiegend von einem Geschlecht genutzt werden (Bauecke / Kaufladen / Kicker). Tobeecken z.B. werden immer für Gruppen von Kindern frei gegeben, die sich selbst zusammenfinden und fragen. Auch hierbei entsteht oft eine Trennung von Jungen und Mädchen.

Bei der Schulhofgestaltung wurde ebenso darauf geachtet, dass verschiedenste Bereiche die Möglichkeit bieten, sich zurückzuziehen: sowohl für Jungen als für Mädchen gibt es ausreichend Gelegenheiten in Kleingruppen miteinander zu kommunizieren und zu spielen: Sitzecken, Sitzbänke, das Innere des Piratenschiffs… usw.

Im Unterricht erhalten die Kinder oft Freiheiten und Mitspracherechte bei der Sitzordnung, Gruppenbildung und Partnerwahl usw. Im Sexualkundeunterricht werden bei Bedarf einige Unterrichtsstunden nur für Jungen von einem Lehrer bzw. nur für Mädchen von einer Lehrerin durchgeführt.

Unser Empfinden ist, dass unser Unterricht, der trotz regelmäßiger Bewegungspausen, Offenheit usw. noch sehr oft ein Unterricht des Sitzens und des Stillseins ist. Dies kommt im Ganzen dem Verhalten von vielen Mädchen näher als es bei den meisten Jungen der Fall ist. Aus diesem Grund steht dieses Thema bei der Fortbildung- und Konferenzplanung weiterhin an.



 

Konzept zur Gewaltprävention:


Auch wenn sich Gewalt in der Schule schwerlich statistisch erfassen lässt, kann das Ansteigen von Gewalt nicht außer Acht gelassen werden. Mangelndes Unrechtsbewusstsein und die gesunkene Hemmschwelle zu gewalttätigem Handeln erfordert unsere Aufmerksamkeit. Deshalb wollen wir uns als Schule der Gewalt und der Entstehung von gewalttätigem Verhalten entgegenstellen: nicht mit Gewalt, aber entschieden und mit der Fähigkeit Alternativen aufzuzeigen. Wegschauen und Ignorieren behebt die Problematik nicht, besänftigt höchstens das unangenehme Gefühl, ja doch hilflos und ohnmächtig zu sein. Stattdessen wollen wir durch eine Deeskalation den Ausstieg aus der Gewaltspirale finden, indem gewaltalternatives Verhalten gefördert wird und als Erfolg erfahren werden kann. Gerade Kindern im Grundschulalter muss zugebilligt werden, dass sie aufgrund ihrer Entwicklungsstufe eher spontane und instrumentelle Aggressionsformen realisieren als destruktiv-gewalttätige.

In diesem Sinne bieten wir als Schule verschiedene Wege an, um präventiv gegen Gewalt zu intervenieren. "... Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung..." so heißt es in Artikel 7 der Verfassung für NRW. Die Aufgabe der Grundschule insbesondere ist es, die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und in ihren sozialen Verhaltensweisen zu fördern (Lehrplan für die Grundschule). Weiter heißt es in den Lehrplänen der Grundschule, dass Unterricht und Erziehung eine Einheit bilden und somit ist es beständiges Lernziel, "Möglichkeiten und Regeln des sozialen Miteinanderlebens zu entwickeln, mit eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen anderer umzugehen, Konflikte zu ertragen und zu lösen versuchen, sowie Verantwortung für eigenes Handeln und für Mitmenschen zu übernehmen" (vgl. Lehrplan & Richtlinien). Diesem Aspekt wird - da es sich bei unserer Schule um eine katholische Schule handelt - besondere Bedeutung zugesprochen. Entsprechen kommen im Religionsunterricht, der für alle Kinder verpflichtend ist und dessen Inhalte unser Schulleben prägen, kommen derartige Lernziele zur Geltung.

Zu Beginn des laufenden Schuljahres haben wir das Projekt "GEWALTFREI LERNEN" nach Sybille Wanders in allen Klassen durchgeführt.

Der Schule ist es ein großes Anliegen, die Inhalte dieses Trainings nun in unserem Alltag für die Kinder erkennbar fortzuführen.

Gewaltfrei Lernen ist eine Konfliktschulung, die auf folgenden fünf Säulen beruht:

  • Bewegungsaufgaben mit Partnern- Förderung der Teamfähigkeit
  • Gewaltfreie Konfliktlösung- Konflikte vorbeugen und lösen
  • Sozialverhaltensschulung- Ausgrenzung begegnen und Miteinander fördern
  • Gefahrenvorbeugung- Selbstbehauptung in der Not
  • Gespräche und Vereinbarungen- Erstellung eines tragfähigen Schulkonzepts gegen Gewalt



Konflikte vorbeugen und sie lösen

Hierbei haben wir mit den Kindern drei starke "Tricks" geübt, die sie in Konfliktfällen einsetzen können:
- den Einsatz der Stimme (klar und deutliche Aussagen in Bärenstimme)
- den Bohrerblick
- die Stopphand

Zudem haben die Kinder gelernt, wie wichtig eine selbstbewusste Körperhaltung ist.

Gibt es einen Konflikt auf dem Schulhof, sollen die Kinder versuchen, die am folgenden Beispiel gezeigten Schritte zum selbstbewussten Umgang mit dem Problem selbstständig einzuhalten:

"Stopp, lass das sein!" - mutig und stark weggehen.

Hört das unerwünschte Verhalten nicht auf, folgt der zweite Schritt: "Stopp, hör auf oder ich sage es der Aufsicht!" - mutig und stark weggehen.

Wenn der Konflikt immer noch nicht gelöst ist, heißt es: "Es reicht! Jetzt hole ich die Aufsicht!" - mutig und stark weggehen und die Pausenaufsicht aufsuchen.

Zudem lernen die Kinder sich im Fall einer Beleidigung "elefantenstark" zu verhalten. Es geht insgesamt darum, dass die Kinder lernen, ihre Grenzen zu zeigen und die Grenzen anderer zu respektieren!




Konsequenzen bei der Nichteinhaltung von Regeln

Diese möchten wir für alle Beteiligten gleich und vor allem auch transparent gestalten:
Bei einem Regelverstoß gibt es eine rote Stopphand, die das Kind nach der Klärung des Vorfalls wieder abgibt. Kommt es zu einem gröberen Regelverstoß gibt es einen Eintrag in ein "rotes Buch". Beim dritten Eintrag in dieses Buch werden die Eltern telefonisch benachrichtigt, beim vierten Eintrag findet ein gemeinsames Gespräch (Lehrer, Kind und Eltern) in der Schule statt. Bei weiteren Einträgen kommt es zu Ordnungsmaßnahmen.